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Zeitlose Tragik der Liebe

Freies evangelisches Gymnasium inszeniert Shakespeares "Romeo und Julia"

Eine der berühmtesten Liebesgeschichten der Weltliteratur brachte der Literaturkurs der Stufe 12 des freien ev. Gymnasiums bei der Premierevorstellung gelungen auf die Bühne. Erfolgreich spielten sich die Laiendarsteller mit Verstärkung von Bürgermeister Rainer Heller durch den dramatischen Liebesmarathon Romeo und Julias und

bekamen dafür mächtig Applaus.

Ist das Glück der zwei jungen Liebenden von vornherein von Schicksal zum Untergang bestimmt oder sind ihre Handlungen selbst die Ursache des letztendlichen Scheiterns? Eine Frage, die bis heute die Gemüter beschäftigt und von der Wissenschaft ungeklärt ist. Einig war man sich jedoch in der Aula des freien evangelischen Gymnasiums über die tolle Leistung des Literaturkurses der Stufe 12 unter der Leitung von Stephanie Schröder. Trotz tropischer Sommertemperaturen spielten sich die rund 40 Darsteller und Statisten gekonnt in die Tragödie von William Shakespeare und erweckten so den flammenden Streit zwischen den Capulets und den Montagues sowie die nicht weniger flammende Liebesgeschiten zwischen Romeo und Julia in der detmolder Aula wieder zum Leben. Als besonderes Charakteristikum des Stückespräsentierte sich die inszenierte Symbiose aus klassischem Schlegel Text im zeitenössischen Rahmen aus puristischem Bühnenbild und Reqisiten. Vor allem Protagonist Dimitri Quiering konnte in der Rolle des Romeos als melancholischer Liebhaber sein schauspielerisches Talent unter Beweis stellen.

Gut arbeitete Quiering dabei den Wechsel von ichbezogener, narzistischer Liebe in echte Liebe mit einer radikalen Veränderung des Verhaltens heraus. Auch Julia Kindsvater alias Julia Capulet begeisterte in dramatischen Monologen.

Mit humoristischen Elementen und pointensicherer Situationskomik spielten sich ebeneso die charmant besetzten Nebenrollen in die Riege der Publikunslieblinge. So formte Artur Lobas, in Jogginghose und Muskelshirt, den Mercutio zum prolligen Erkan und Stefan-Chrakter aus. Die richtige Portion Schalk im Nacken hatte auch Liliana Fischer, die in der Rolle der hysterischen, ewig blubbernden Amme Julias, die Zuschauer zum Schmunzeln brachte. Eine kleine Promi-Rolle, mit drei Auftritten, hatte Regisseurin Stephanie Schröder Bürgermeister Rainer Heller zugedacht, der textsicher Escalus, den Prinzen von Verona, mimte.